Tschierschky

Sabine Tschierschky

Aus der Serie
Fernando Pessoa 
und seine Heteronyme
45 x 59 cm
Tusche/Gouache auf Büttenpapier
2017
Aus der Serie
Fernando Pessoa
und seine Heteronyme
45 x 59 cm
Tusche/Gouache auf Büttenpapier
2017
Aus der Serie
Fernando Pessoa
und seine Heteronyme
45 x 59 cm
Tusche/Gouache auf Büttenpapier
2017

Fernando Pessoa
und seine Heteronyme
2017

Tanz der Hieroglyphen 1
76 x 97 cm
Tusche auf Chinapapier
2019

Tanz der Hieroglyphen 2
76 x 97 cm
Tusche auf Chinapapier
2019

Oberstdorf
Skizzenbuchseiten
32 x 48 cm
2013
Piano Augus
76 x 55 cm
Tusche auf Büttenpapier
2019
Presto
76 x 55 cm
Tusche auf Büttenpapier
2019
Allegro moderato
76 x 55 cm
Tusche/Acryl auf Büttenpapier
2019

Sabine Tschierschky

1943 in Breslau geboren

Studium 1959–1965 an der Meisterschule für Mode in Hamburg
(jetzt HAW Hochschule für angewandte Wissenschaften Departement Design)
und an der Folkwangschule für Gestaltung in Essen
(jetzt Folkwang Universität der Künste, Gestaltung)

Folkwang Leistungspreis 1964;
Veröffentlichung in Gebrauchsgrafik 8 International, 1965

1966–1970 Assistentin im Bereich der Freien Grafik an der Folkwangschule
für Gestaltung in Essen

1970–1975 Lehrtätigkeit für Freie Grafik Akt und Illustrationen GH Essen,
Fachbereich Kunst und Gestaltung

1975–2006 Professur für Freie Grafik im Fachbereich
Kommunikationsdesign an der Universität Duisburg-Essen

Gastprofessur 1993 an der HAW in Hamburg

2000 Beginn mehrmonatiger Aufenthalte in der Cité Internationale Paris

Seit 1967 Ausstellungen/Beteiligungen im In- und Ausland

 

Ankäufe durch öffentliche Sammlungen:
Land NRW
Kulturamt Wuppertal
Kunstsammlung der Veste Coburg
Nationalmuseum Seoul

 

Sabine Tschierschky über ihre Arbeit:
„Mittelpunkt meiner künstlerischen Arbeit ist die Auseinandersetzung mit der Frage nach dem Absurden in unserem Leben. Mit Pinsel und Stift formuliere ich meine Fragen, die auch an den Betrachter meiner Bilder gerichtet sind und ihn in meine Fragestellung einbeziehen.“

Texte

(…) Zeichnen ist für Sabine Tschierschky ein intuitiver, ein spontaner Prozeß, bei dem sich je nach Stimmungslage oder Befindlichkeit die Bilder wie „von selbst“ einstellen. Kandinsky hat diese Form des Schöpfungsaktes im Unterschied zu einem strikt rationalen Lösungsverhalten einmal dahingehend charakterisiert, daß die Formen oder Bilder „manchmal so schnell und ununterbrochen ‚vor einem schweben’, daß man nicht die Zeit hat, sie auch teilweise zu fixieren. Auch dies äußert sich verschieden: manchmal sieht man nur Bruchstücke, einzelne Zusammenstellungen, malerische, zeichnerische ‚Klänge’, manchmal das gesamte Bild, das nur zu fixieren ist, d.h. die materielle Form bekommen muß.“
So oder ähnlich wird man sich auch den Entstehungsprozeß der Zeichnungen Sabine Tschierschkys vorzustellen haben, insbesondere jener Zonen, in denen die Formbehandlung zuweilen einen Grad der Loslösung vom Zwang zur Gegenstandsbezeichnung erreicht, daß man sich an die Bildformen des Informel erinnert fühlt. (…)

Professor Dr. Rainer Wick
Aus: Sabine Tschierschky – Zeichnungen – Aquarelle, 1984

 

(…) Nur Energie und Hoffnung auf das Wirken der Kunst sind die Antriebsfedern, die Sabine Tschierschky vorwärtstreiben, Einfall um Einfall Bild werden lassen. Was sollen da Einordung, Urteil, Vergleich? Diese blassen Etüden des warenhaften Kunstbetriebs gelten hier nicht. „In unserer Zeit gibt es viele Künstler, die etwas tun, weil es neu ist … Sie täuschen sich: das Neue ist selten das Wesentliche.“

Das sagte vor hundert Jahren Henri de Toulouse-Lautrec. Was bewegt Sabine Tschierschky, das alte Wahre zu nennen, von ihr wie neu entdeckt in unbekannten Gesichtern und Leibern, in den unaufklärbaren, schlimmen Handlungen unserer Tage? Sie wehrt sich und wehrt sich nicht, und sie hat Mut. Sie tut nichts anderes, als der zuweilen unbegreiflichen Absurdität des Lebens das schier abenteuerliche Ansinnen eines ganz ungesicherten Glaubens an die ihr eigene Sache entgegenzustellen. So ist sie nun mal, und sie weiß wohl gar nicht, daß dies sehr viel ist. 

Hans Walter Kivelitz
Aus: Sabine Tschierschky, Bilder, 1990

 

(…) Sabine Tschierschkys Linien in Kreide, Tusche, Grafit, meist in Rostbraun wollen nicht – so ihre eigenen Worte – die Welt verbessen, es gibt auch kein Programm und schon gar keinen vordergründigen Zweck ihres Arbeitens und ihrer Arbeiten, aber den Linien entlang nach weiterzudenken ergibt sich aus der Definition der Linie. Sabine Tschierschkys kompositorischer und ikonografischer Ansatz, verbunden mit einem vehementen Plädoyer für die Freiheit der Linie, entbindet uns nicht, neue Umrisse, neue Entwürfe des Menschen, für den Menschen – vielleicht sind es die uralten – auszutauschen, einzubeziehen, festzuhalten, zu pflegen, die Linien führen zu den Wagnissen und Geheimnissen der Schöpfung, die es zu bewahren gilt.

Otto Roche
Text zur Ausstellung in der Von der Heydt Kunsthalle Wuppertal-Barmen, 1999

Kontakt

Sabine Tschierschky
Cheruskerstraße 31
40545 Düsseldorf 
sabinetschierschky@gmx.de

Atelier
Sittarder Straße 5
40477 Düsseldorf

 

Links
wikipedia Sabine Tschierschky 
Westdeutscher Künstlerbund